Frankfurt/Main - Der Münchner Felix Brych steht mit der Nominierung als einer von 25 Schiedsrichtern für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien vor dem Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn.

"Eine WM-Teilnahme ist das Größte, was man als Schiedsrichter erreichen kann", sagte der 38-Jährige in einem Interview mit "dfb.de" auf Mallorca. Auf der Mittelmeerinsel bereiten sich die Bundesliga-Referees noch bis Sonntag auf die Rückrunde der Bundesliga vor. Das von Brych nicht erkannte "Phantomtor" von Hoffenheim stand der Berufung des Bayern nicht im Wege.

Der Jurist aus München überholte mit der Nominierung, die er beim Frühstück durch eine Mail des Weltfußball-Verbandes FIFA erhalten hatte, seinen ebenfalls in der engeren Wahl stehenden Kollegen Wolfgang Stark (Ergolding). "Er und seine Assistenten waren mit die Ersten, die mir gratuliert haben. Wirklich ein feiner Zug. Aber das ist auch normal, wir Schiedsrichter haben ein sehr sportlich-faires Verhältnis untereinander", erklärte Brych. Begleitet nach Brasilen wird er von den Assistenten Mark Brosch (Mönchengladbach) und Stefan Lupp (Zossen).

"Brych hat sich die Nominierung durch seine außergewöhnlichen Leistungen im internationalen Fußball verdient", hatte der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, Herbert Fandel, den Auserwählten gelobt. Daran konnte das "Phantomtor" von Hoffenheim nichts ändern. "Mir war es damals natürlich schon sehr peinlich, dass ich dieses Tor gegeben habe", meinte der Jurist rückblickend. Durch die Nominierung würden seine Leistungen über einen langen Zeitraum gewürdigt.

Seinen Trainingsplan will Brych nach der Berufung vorerst nicht ändern. "Es geht erst mal ganz normal weiter. Ich bereite mich konzentriert auf die Bundesliga-Rückrunde vor. Abgesehen von einigen wichtigen FIFA-Lehrgängen werde ich mich mit der WM erst nach Saisonende der Liga intensiv beschäftigen", betonte Brych.