Magdeburg - Nach dem Aufmarsch von rund 700 Neonazis am Wochenende in Magdeburg hat der Verein Miteinander die Strategie der Polizei kritisiert. "Der hohe Aufwand, den die Polizei betrieben hat, um den Neonazis einen weitgehend ungestörten Aufmarsch zu ermöglichen, lässt sich nicht rechtfertigen", sagte Geschäftsführer Pascal Begrich am Montag laut Mitteilung. Der Verein war 1999 unter anderem auf Initiative von Gewerkschaften gegründet worden und ist ein Träger politischer Bildungsarbeit.

Am Samstag waren rund 700 Neonazis durch Magdeburg gezogen, zeitgleich demonstrierten rund 12 000 Menschen auf einer "Meile der Demokratie" gegen Rechtsextremismus. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um ein Aufeinandertreffen von rechten und linken Demonstranten zu verhindern. 28 Beamte wurden bei Attacken aus der linken Szene verletzt, 142 Ermittlungsverfahren eingeleitet.