Magdeburg - Beim Magdeburger Bio-Ölwerk läuft die Produktion trotz des Insolvenzantrages der Muttergesellschaft Prokon weiter. Das Werk mit 140 Mitarbeitern sei derzeit nicht auf Finanzhilfen aus Itzehoe angewiesen und werde unabhängig von der Lage dort weitergeführt, sagte der Assistent der Geschäftsführung, Denny Grasmé, am Donnerstag. Dies sei bereits den Geschäftspartnern in einem Schreiben mitgeteilt worden.

Das Werk verarbeitet pro Tag rund 2000 Tonnen Raps. Die Jahreskapazität beträgt den Angaben zufolge etwa 700 000 Tonnen. Daraus werden rund 233 000 Tonnen Öl gewonnen, unter anderem für Biodiesel.

Prokon hatte Geld von Zehntausenden Kleinanlegern eingesammelt und jährliche Zinszahlungen von bis zu acht Prozent zugesagt. Das Geld wurde unter anderem in Windanlagen und in das Ölwerk investiert. Am Mittwoch hatte das Unternehmen in Itzehohe (Schleswig-Holstein) Insolvenz angemeldet.