Magdeburg - Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat Sachsen-Anhalts Sparkurs an den Theatern kritisiert. Die Kürzungen fügten dem Image des Bundeslandes erheblichen Schaden zu, teilte der Verband am Donnerstag in Magdeburg mit. Er reagierte damit auf einen am Vortag bekanntgewordenen Entwurf des Theatervertrags für das Anhaltische Theater Dessau, wonach dort bis 2016 das Schauspielensemble und das Ballett abgeschafft werden sollen. Wie sich die Millionenkürzungen für die Bühnen Halle auswirken, ist noch nicht klar. Das Theater in Eisleben büßt auch Landesförderung ein. Insgesamt liegt die Theaterförderung des Landes in diesem Jahr bei rund 30 Millionen Euro - nach rund 36 Millionen Euro im Vorjahr.

Kultur gehört dem Wirtschaftsverband zufolge zu den wichtigen weichen Standortfaktoren. Ein positives kulturelles Umfeld habe zunehmend einen hohen Stellenwert, neben guter Verkehrsanbindung, Schulen, Kindergärten und Einkaufsmöglichkeiten.