Magdeburg - Sie irren durch das Gesundheitssystem auf der Suche nach der richtigen Diagnose und einer guten Behandlung: Patienten mit Seltenen Krankheiten bekommen eine neue Anlaufstelle in Magdeburg. Die Universitätsklinika Magdeburg und Halle, die Kassenärztliche Vereinigung sowie weitere Krankenhäuser, Ärzte und Wissenschaftler haben sich zum Mitteldeutschen Kompetenznetz für Seltene Erkrankungen (MKSE) zusammengeschlossen, wie das Uni-Klinikum am Freitag in Magdeburg mitteilte. Am Mittwoch solle es offiziell eröffnet werden. Es gibt 6000 bis 8000 unterschiedliche seltene Erkrankungen, an denen deutschlandweit etwa vier Millionen Menschen leiden.

Das MKSE solle erste Anlaufstelle für diese Patienten in Sachsen-Anhalt sein. Es wolle den behandelnden Ärzten sowie den Patienten Informationen zur Verfügung stellen. Ein Hausarzt, der in seinem Berufsleben nur wenig mit Seltenen Erkrankungen zu tun habe, sei mit Diagnose und Behandlung oft überfordert. Eine Krankheit gilt als selten, wenn weniger als 5 von 10 000 Menschen betroffen sind.