Bitterfeld-Wolfen - Die Jagd auf Wildschweine in Teilen der Stadt Bitterfeld-Wolfen ist bislang ohne Erfolg geblieben. "Bei der Eiseskälte kann es gut sein, dass die Wildschweine sich nicht auf Nahrungssuche begeben", sagte Stefan Krause von der Jägerschaft Bitterfeld am Samstag auf dpa-Anfrage. Die Tiere verbrauchten auf der Suche nach Nahrung mehr Energie, als sie durch das Futter aufnehmen könnten. Krause hatte die Nacht bei acht Grad minus selbst auf einem der mobilen Hochsitze verbracht, von denen aus Jagd auf die Wildschweine gemacht werden sollte. In Teilen Bitterfeld-Wolfens war in letzter Zeit vermehrt Schwarzwild gesichtet worden. Mit Hilfe von Jägern sollen die Tiere aus dem Stadtgebiet gedrängt werden.

Genaue Angaben darüber, wie hoch die Zahl der in und um Bitterfeld lebenden Wildschweine ist, lassen sich nach Krauses Worten nicht seriös nennen. "Der Stadtverwaltung wird berichtet, dass in der Stadt Tiere gesehen worden sind, und vermutlich wird bei mehrfachen Sichtungen einfach addiert, obwohl es sich ja um eine Rotte handeln könnte, die an mehreren Stellen auftaucht", gab Krause eine mögliche Erklärung dafür, dass von bis zu 400 Wildschweinen in den betroffenen Gebieten berichtet wurde.

In der Nacht zum Samstag waren überhaupt keine Wildschweinbewegungen in Bitterfeld-Wolfen registriert worden, wie Krause sagte. "Allein die Anwesenheit der Jäger kann dazu beitragen, dass die Wildschweine sich zurückziehen." Eine Woche lang wollen die Jäger versuchen, von den mobilen Hochsitzen aus Wildschweine zu erlegen.