Maranello - Mit seiner neuen "Roten Göttin" will Ferrari in dieser Saison Dauersieger Sebastian Vettel endlich vom Formel-1-Thron stoßen. Die Scuderia stellte erste Bilder und ein Video des F14T ins Internet.

Der rote Rennwagen fällt vor allem durch eines auf: Im Gegensatz zum McLaren-Team oder zu Lotus ist die Nasenspitze deutlich tiefer gezogen, zudem breiter als bei der Konkurrenz. Und noch etwas ist nicht zu übersehen: Das Heck ist schwarz lackiert. Die ersten technischen Details werden aber wohl erst am Dienstag bei den Tests auf dem Circuito de Jerez offenkundig werden.

Mit dem F14T - über den Namen hatten die Scuderia-Fans online abstimmen dürfen - will Ferrari endlich Vettel und Red Bull den Titel streitig machen. Dafür setzen die stolzen Italiener auf das einzige Weltmeister-Duo als Fahrerpaarung: Stammhalter Fernando Alonso aus Spanien und der finnische Lotus-Rückkehrer Kimi Räikkönen.

Zuverlässigkeit soll zu einem wichtigen Baustein in dieser Saison werden. "Die technische Herausforderung ist die größte in den vergangenen zehn Jahren in der Formel 1", sagte Teamchef Stefano Domenicali bei der Präsentation in Maranello.

Der Italiener untertreibt nicht. Neben der technischen Herausforderung mit neuen Turbo-Motoren und einem komplexeren Hybridsystem mussten die Designer vor allem an der Wagenfront auch aerodynamische Veränderungen berücksichtigen. So wurde die Maximalhöhe der Nasen von 55 Zentimeter auf 18,5 Zentimeter gesenkt.

"Die Saison wird sehr, sehr lang, daher ist es wichtig, mit einem zuverlässigen Wagen zu starten und dann die Weiterentwicklung auf dem Aerodynamik-Sektor zu haben, die vergangenes Jahr nicht da war", erklärte Domenicali und verhehlte eigene Versäumnisse im vorigen Jahr nicht. Red Bull war nämlich aus der Sommerpause 2013 gestärkt hervorgegangen - die Konkurrenz um Ferrari konnte nicht mithalten.

Spannung versprechen nun die ersten Übungsfahrten mit den neuen Dienstwagen ab Dienstag in Jerez. "Ich rechne damit, dass die ersten Tage der Tests eine große Herausforderung sein werden", sagte Domenicali und warnte vor dem hohen Druck 2014. "Wir müssen uns auf unseren Job weiter sehr konzentrieren."