Berlin - Die neue Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), sieht sich auch als Interessenvertreterin strukturschwacher Regionen in Westdeutschland. "Wenn wir uns ausschließlich auf die Ostförderung fokussieren, wird sie uns um die Ohren fliegen", sagte sie dem "Tagesspiegel" (Sonntag). "Ich möchte ein festes Bündnis mit den strukturschwachen Regionen im Westen. Entweder sind wir gemeinsam bei den Verteilungskämpfen stark oder wir gehen getrennt unter."

Gleicke sagte weiter, bei den anstehenden Auseinandersetzungen um den Länderfinanzausgleich und zum Auslaufen des Solidarpakts werde es ohne einen Sachwalter ostdeutscher Interessen nicht gehen. "Der muss dabei aber zugleich auch im Blick haben, wo es in den alten Ländern Probleme gibt."