Dortmund - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund sichtet nach dem Kreuzbandriss von Jakub Blaszczykowski den Spielermarkt.

Sportdirektor Michael Zorc hält nach eigenem Bekunden zwar prinzipiell wenig von Winter-Zukäufen, wollte aber einen Transfer vor dem Ende der Wechselfrist Ende Januar nicht ausschließen. "Es gibt ein zwei Aspekte, die wir durchdenken werden", sagte er den "Ruhr Nachrichten". Weil Blaszczykowski bis zum Saisonende ausfällt und auch das Comeback von Nationalspieler Ilkay Gündogan nach bisher fünfmonatiger Zwangspause auf sich warten lässt, erwägen die Dortmunder eine Verstärkung für das Mittelfeld.

"Wir haben uns intern besprochen und sondieren den Markt. Ich will nicht ausschließen, dass wir nach Blaszczykowskis Verletzung noch einmal aktiv werden. Allerdings werden wir nur aktiv werden, wenn es Sinn macht, sowohl finanziell als auch sportlich", sagte Hans-Joachim Watzke der "Welt". Für den BVB-Geschäftsführer ist die Knieverletzung des Polen ein Desaster: "Unser Verletzungspech ist wirklich kaum zu fassen."

Trainer Jürgen Klopp hatte noch am Samstag nach dem Spiel gegen Augsburg einen Transfer als eher unwahrscheinlich bezeichnet. Beim 2:2 gegen die Augsburger hatte sich Blaszczykowski das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Er wird am Donnerstag operiert. Wie der polnische Nationalspieler muss auch Manndecker Neven Subotic wegen eines Kreuzbandrisses bis zum Sommer pausieren.

Dagegen macht die Genesung von Mats Hummels Fortschritte. Der von einem knöchernen Bandausriss im Fersenbein genesene Innenverteidiger ist zurück im Mannschaftstraining und könnte am Freitag beim Spiel in Braunschweig zumindest wieder zum Kader gehören.