Magdeburg - In Sachsen-Anhalt sind gut ein halbes Jahr nach dem Hochwasser erst 150 Millionen Euro aus dem milliardenschweren Fluthilfefonds gezahlt worden. Nach Angaben der Staatskanzlei vom Donnerstag flossen davon unter anderem 80 Millionen Euro in die Soforthilfe, 31 Millionen Euro in die Landwirtschaft und 16 Millionen Euro in privates Wohneigentum. Für die Instandsetzung der kommunalen Infrastruktur zum Beispiel mussten Projekte zunächst ausgeschrieben und geplant werden, hieß es.

Die vom Hochwasser angerichteten Schäden im Juni 2013 hatte die Staatskanzlei zunächst auf 2,7 Milliarden Euro beziffert. Sie würden aber etwas darunter liegen, so ein Sprecher. Eine Summe wollte er noch nicht nennen.

Aus dem acht Milliarden Euro umfassenden Fluthilfefonds von Bund und Ländern ist bisher nur ein Bruchteil der Hilfsgelder abgeflossen. Bis Ende 2013 gaben die Länder neben den Soforthilfen lediglich 261 Millionen Euro der für den Wiederaufbau bereitstehenden Mittel aus, wie aus einem Bericht für die Konferenz der Finanzminister der Länder am Donnerstag in Berlin hervorgeht.