Hamburg - HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer stärkt auch in der Krise seinem in die Kritik geratenen Trainer Bert van Marwijk den Rücken.

"Er ist der Richtige. Ich bin von ihm total überzeugt. Wir müssen eher 100 000 andere Dinge hinterfragen und nicht den Trainer", sagte der Sportchef des in der Fußball-Bundesliga auf Relegationsrang 16 abgerutschten Hamburger SV der "Bild"-Zeitung. Er reagierte damit auch auf Vorwürfe gegen van Marwijks Entscheidung, den Profis nach zuletzt vier Niederlagen 51 Stunden freizugeben.

Kreuzer räumte zwar ein, dass zwei freie Tage "wie eine Belohnung" wirken, stellte aber klar, dass diese Entscheidung in van Marwijks Ermessensbereich liege. "Der Trainer befürchtet, dass sich noch mehr Spieler verletzen", erklärte der Sportvorstand. Van Marwijk verwies auf die wissenschaftliche Erkenntnis, wonach es "für Fußballer, die auch mental viel Druck haben, besser ist, nur einmal am Tag zu trainieren". Andernfalls würde die Verletzungsgefahr steigen.

Im richtungsweisenden Punktspiel am Samstag beim Abstiegsrivalen 1899 Hoffenheim (18 Punkte) erwartet Kreuzer vom HSV (16) eine Trotzreaktion. "Von der ersten bis 90. Minute muss die Lunge brennen. Wir müssen den Gegner niederlaufen, bis wir selbst kaputt sind."