Braunschweig - Borussia Dortmund hat in der Fußball-Bundesliga wieder in die Erfolgsspur gefunden. Die Westfalen kamen zum Auftakt des 19. Spieltages zu einem 2:1 beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig und feierten den ersten Sieg nach vier Spielen.

Dank Doppeltorschütze Pierre-Emerick Aubameyang hat der BVB seine Ergebniskrise beendet. Der Torjäger führte den zuletzt arg gebeutelten Dortmunder mit einem Doppelpack (31. Minute/65.) zum 2:1 (1:0) bei Eintracht Braunschweig. Für den kämpferisch starken, aber glücklosen Tabellenletzten traf lediglich Benjamin Kessel (54.) vor 23 325 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion.

Dem alles andere als überzeugenden BVB genügten die Knipser-Qualitäten Aubameyangs zum ersten Dreier nach zuvor vier sieglosen Spielen in der Fußball-Bundesliga. Mit nun 36 Punkten setzte sich das Team von Trainer Jürgen Klopp wieder etwas von den Europa-League-Rängen ab und festigte Rang drei.

Die Gastgeber machten mit ihrer Leidenschaft spielerische Unzulänglichkeiten etwas wett und hätten sich einen Punkt verdient. Letztlich gab die individuelle Klasse des BVB aber den Ausschlag. Bei seinem Comeback nach gut zweimonatiger Verletzungspause konnte Nationalspieler Max Hummels Akzente dank vieler Ballkontakte setzen. BVB-Neuzugang Milos Jojic war ebenso wie Salim Khelifi auf Braunschweiger Seite noch nicht dabei.

Die Anfangsphase gehörte dem Tabellenletzten. Die Eintracht ging aggressiver zu Werke, ohne sich ganz klare Torchancen herauszuspielen. BVB-Trainer Klopp war überhaupt nicht einverstanden mit der Defensivleistung seines Teams, er gestikulierte wild am Spielfeldrand. Fast jeder Braunschweiger Angriff lief über Jan Hochscheidt, der erstmals seit seiner Verletzung Ende August wieder spielte. Der Ex-Auer bediente Kessel, dessen Kopfball (18.) die größte Braunschweiger Chance war. Karim Bellarabi, überraschend zunächst nur auf der Bank, fehlte der Offensive und durfte nur die letzten 25 Minuten ran.

Dortmund war nach den sieglosen Spielen die Verunsicherung anzumerken: Die Westfalen spielten zu ungenau. So brauchte der Champions-League-Finalist eine Standardsituation für seine erste Torchance. Eintracht-Torwart Daniel Davari holte nach einer halben Stunde Nuri Sahins Freistoß aus dem Winkel. Der erste richtige, weil schnelle BVB-Angriff brachte dann die Führung. Marco Reus und Robert Lewandowski hebelten mit einem Doppelpass die Abwehr der Gastgeber aus, Aubameyang musste aus kurzer Distanz nur noch einköpfen.

Die Führung gab den Westfalen Sicherheit, die Braunschweiger hingegen agierten verunsichert. Nach erneuter Vorlage von Lewandowski auf Aubameyang zappelte der Ball wieder im Netz, Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) gab den Treffer aber zu Recht wegen Abseits nicht.

Nach der Pause hätte Reus schon für die Vorentscheidung sorgen können, doch erneut rettete Davari. Sonst gehörte wie bereits in der erste Hälfte die Anfangsphase wieder Braunschweig. Kessel reagierte nach einer Ecke am schnellsten und erzielte unbedrängt von Dortmundern von der Fünfmeterlinie sein erstes Bundesliga-Tor.

Die Klasse seiner Spieler verhalf dem BVB dann zur erneuten Führung. Reus spielte einen Konter auf den frei stehenden Aubameyang, der mit einem präzisem Linksschuss ins rechte Eck traf. Davari lenkte kurz darauf einen Reus-Weitschuss an die Latte. Der Braunschweiger Schlussmann rettete auch gegen Lewandowski und Reus. Kurz vor Schluss hatte Bellarabi eine Chance, doch Hummels ging dazwischen. Auch Havard Nielsen bot sich die Gelegenheit zum Ausgleich, doch Roman Weidenfeller war auf dem Posten. Mchitarjan und Braunschweigs Ermin Bicakcic trafen jeweils nur den Pfosten.