Magdeburg - In den kommenden sieben Jahren bekommt Sachsen-Anhalt nach einem Bericht der "Magdeburger Volksstimme" mehr Fördermittel aus Brüssel als bislang angenommen. Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) rechnet mit insgesamt 1,4 Milliarden Euro aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ursprünglich drohte eine Halbierung der Mittel von 1,9 Milliarden Euro auf etwa eine Milliarde Euro. "Die 1,4 Milliarden bis 2020 bedeuten zwar immer noch eine Reduzierung der EFRE-Mittel um eine halbe Milliarde Euro, aber damit können wir gut etwas anfangen", sagte Möllring der Zeitung (Samstag). Die Hälfte der Fördermittel, rund 700 Millionen Euro, würden in den Etat des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft fließen, der Rest in die anderen Ressorts.

Möllring kündigte zudem an, die Höchstfördersätze für Investitionen abzusenken. Die Fördersätze für kleine Firmen sollen künftig nur noch maximal 35 Prozent von der Investition betragen, die Sätze für mittlere Betriebe 25 Prozent, die für große Unternehmen 15 Prozent. "Das ist aber auch gerechtfertigt, weil sich die Situation in Sachsen-Anhalt deutlich verbessert hat", sagte Möllring.