Halle - In mehreren Landkreisen Sachsen-Anhalts wächst laut einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" der Widerstand gegen drohende Schulschließungen. Hauptstreitpunkt sind neue Mindestschülerzahlen, die ab 2014/15 gelten. Grundschulen werden nach einem Konzept des Kulturministeriums in der Regel nur noch genehmigt, wenn es mindestens 60 Schüler gibt. Drei Jahre später sollen dann 80 Schüler verpflichtend werden. Ausnahmen gibt es nur in dünn besiedelten Gebieten wie der Altmark.

Der Kreistag von Mansfeld-Südharz forderte das Land dem Bericht zufolge bereits im Dezember auf, von seinen strikten Vorgaben abzurücken. Der Kreistag von Anhalt-Bitterfeld will Mitte Februar eine entsprechende Resolution verabschieden. Der Kreistag im Burgenlandkreis lehnte eine Vorlage zur Schulentwicklung bis 2018/19 ab. Das Kultusministerium verteidigte sein Konzept. Es gehe grundsätzlich um eine "moderate Anpassung" an die Bevölkerungsentwicklung.