Halle/Essen - Studenten helfen Migranten: Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat ein Projekt an der Universität Halle gewürdigt. Mit Hilfe von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern arbeiten Jurastudenten an anonymisierten, aber realen Problemen von Migranten und suchen nach Lösungen, wie der Verband und die Universität am Dienstag mitteilten. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen, wie ein Flüchtling seine Familie nach Deutschland holen kann.

Die anonymisierten Fälle erhalte die Universität für ihr Praxisprojekt von der Migrationsberatung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen-Anhalt. Der Paritätische gebe die Ergebnisse der Rechtsberatung dann auch an die Betroffenen weiter. Zudem erklären Jurastudenten in Veranstaltungen einigen Asylbewerbern das deutsche Rechtssystem. Das Projekt in Halle gibt es seit 2011. Einmal im Monat kommen die Studenten dafür zusammen.

Der Stifterverband sieht in dem "Praxisprojekt Migrationsrecht" in Halle eine vorbildliche Verbindung von praktischer Lehre und sozialem Engagement. Dafür wurde es vom Stifterverband mit der sogenannten Hochschulperle des Monats Februar geehrt. Perle stehe für etwas Besonderes. Dem Stifterverband gehören den Angaben zufolge rund 3000 Unternehmen, Verbände, Stiftungen und Privatpersonen an.