Gera - Nach der überregional beachteten Chemnitzer Ausstellung "Schicht im Schacht" rückt nun auch Gera die Kunstsammlung der Wismut in den Mittelpunkt einer neuen Sonderausstellung. Unter dem Titel "Sonnensucher!" werden propagandistische Auftragswerke der frühen Jahre ebenso gezeigt wie spätere Arbeiten, die sich kritisch etwa mit der Umweltzerstörung durch den Bergbau auseinandersetzen. Zusammengetragen wurden gut 150 Arbeiten, unter anderem von Bernhard Heisig, Werner Tübke und Alexandra Müller-Jontschewa, aber auch von Michael Morgner und Thomas Ranft.

Nach Angaben der Stadt soll die Schau nicht nur weitgehend unbekannte Werke der Öffentlichkeit zugänglich machen, sondern auch zu einer Debatte über Geschichte, künstlerischen Wert und Zukunft dieser Sammlung anregen. Mit mehr als 4200 Arbeiten von 450 Künstlern gilt sie als die größte Kunstsammlung eines DDR-Unternehmens. Die Schau sollte am Freitagabend eröffnet werden und ist bis 21. April in der Geraer Orangerie zu sehen.