München - Titelverteidiger Bayern München muss im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Arsenal den schon befürchteten Ausfall von Franck Ribéry verkraften.

Der französische Fußball-Nationalspieler fällt nach seiner Operation am Gesäß für die Partie am Mittwoch kommender Woche in London aus, wie der deutsche Rekordmeister nach neuen Untersuchungen mitteilte.

Ribéry kann erst nach der Partie wieder das Lauftraining aufnehmen. Der Patient sei aber auf "einem guten Weg", berichtete Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auf der Internetseite des FC Bayern.

Ribéry war am vergangenen Donnerstag ein Bluterguss entfernt worden, der auf einen Nerv drückte und ein sogenanntes Kompartmentsyndrom ausgelöst hatte. Eine Kernspin-Kontrolluntersuchung am Montag habe ergeben, dass der Bluterguss bei dem Eingriff vollständig entfernt werden konnte. Die Wunde muss nun verheilen. Im Anschluss soll der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler mit Bewegungstherapie und dann insgesamt zwei Wochen nach der OP mit dem Lauftraining beginnen können.

Ribéry wird den Bayern auch an diesem Mittwoch im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Hamburger SV sowie am kommenden Wochenende im Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg fehlen. Trainer Pep Guardiola hatte gehofft, auf Ribéry schon in London wieder zurückgreifen zu können. "Er ist wichtig", hatte der Spanier betont. Der Ausfall von Ribéry wiegt durchaus schwer, auch wenn der Club-Weltmeister mit seinem Luxuskader im bisherigen Saisonverlauf auch Verletzungen von Topspielern gut auffangen konnte.

"Franck ist Europas Fußballer des Jahres, der hilft jeder Mannschaft weiter", hatte Kapitän Philipp Lahm am Wochenende nach dem 2:0-Sieg der Münchner im Bundesliga-Derby beim 1. FC Nürnberg erklärt. Spätestens beim entscheidenden Rückspiel um den Viertelfinaleinzug gegen Arsenal am 11. März in München sollte der Franzose aber wieder voll im Spielrhythmus sein.