Dessau-Roßlau - Das Umweltbundesamt (UBA) hat einen besseren Schutz vor Lärm im Alltag gefordert. Es sei ein Irrglaube, man könne sich an Lärm gewöhnen. Der Körper reagiere auf jeden Fall, sagte UBA-Lärmexperte Thomas Myck. "Unser Ohr schläft niemals, sonst würden wir morgens den Wecker nicht hören." Studien hätten ergeben, dass durch Lärm der Blutdruck steigt und der Körper mehr Stresshormone ausschüttet. Auf Dauer könne dies zu schweren Herz-Kreislauf Erkrankungen führen. Staatlicher Lärmschutz reiche nicht aus. Mehr Eigenverantwortung sei nötig, um Lärm zu vermeiden. Laut UBA-Studien fühlt sich mehr als die Hälfte der Bundesbürger durch Lärm belästigt.