München - Pep Guardiola plagen vor der Generalprobe des FC Bayern für den Fußball-Hit beim FC Arsenal wieder einmal allenfalls Luxussorgen.

Die spannendste Frage für den spanischen Erfolgstrainer im Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag ist für den spanischen Trainer, mit welcher Einstellung seine Spieler die Bundesliga-Pflichtaufgabe vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League nur vier Tage später in London angehen werden.

"Ich weiß nicht, wo unser Kopf sein wird", rätselte Guardiola. Der Liga-Alltag gegen die Freiburger sei eingebettet in das "kleine Finale" im DFB-Pokal beim Hamburger SV und der mit Spannung erwarteten Prüfung in der Königsklasse am kommenden Mittwoch. "Wir müssen fokussiert sein", mahnte Guardiola, "meiner Meinung nach ist immer das kommende Spiel am wichtigsten."

Vermutlich wird er selbst mit einem Umbau der in Hamburg mit 5:0 erfolgreichen Mannschaft für die nötige Spannung und Konzentration beim enteilten Tabellenführer sorgen. Denn einige Reservisten oder Stars im Wartestand könnten gegen Freiburg eine Chance erhalten.

Für den nach fünf Gelben Karten gesperrten Torjäger Mario Mandzukic, der neben Franck Ribéry (Gesäß-OP) ausfällt, könnte Routinier Claudio Pizarro im Sturm auflaufen. Auch Diego Contento könnte auf der linken Abwehrseite mal wieder zum Zuge kommen, wodurch Vielspieler David Alaba eine Erholungspause erhalten würde. Gut vorstellbar ist zudem, dass Javi Martínez in der Innenverteidigung oder dem defensiven Mittelfeld Spielpraxis von Beginn an erhält.

Für Nationalspieler Bastian Schweinsteiger komme ein Einsatz in der Startelf nach seinem Kurz-Comeback im Pokal dagegen noch "ein bisschen zu früh", bemerkte Guardiola. Der Chefcoach ist aber froh, dass der Vize-Kapitän rechtzeitig vor dem Start der Champions League in die K.o.-Phase wieder zum Team gehört. "Er ist ein überragender Spieler", sagte Guardiola. In den knapp 30 Minuten bei seinem Comeback in Hamburg habe Schweinsteiger "gut gespielt". Nun soll es "Schritt für Schritt" bei Schweinsteiger vorwärtsgehen: "Ich hoffe, dass er sich jetzt jeden Tag und in jedem Spiel verbessert."

Neben Bayer Leverkusen war der SC Freiburg in der Hinrunde der einzige Verein, gegen den die seit 45 Spielen in der Bundesliga ungeschlagenen Bayern in dieser Saison nicht gewinnen konnten. "Sie haben damals gegen uns ein gutes Spiel gemacht", erinnerte Guardiola an das 1:1, bei dem er übrigens ebenfalls intensiv rotiert hatte.