Schierke - Strahlender Sonnenschein und eine 120-Kilometer-Fernsicht: Dutzende Touristen sind am Sonntag für ihren Ausflug auf den Brocken belohnt worden. Von der Spitze aus seien der Thüringer Wald, die Kaliberge bei Zielitz oder auch der Petersberg bei Halle gut zu erkennen gewesen, sagte der Wetterbeobachter des Deutschen Wetterdienstes, Marc Kinkeldey, am Sonntag.

Es seien aber nur relativ wenige Menschen gekommen. Eine zeitweise Orkanwarnung des Wetterdienstes für Höhen von mehr als 1000 Meter am Samstag könne eigentlich nicht der Grund sei. "Meistens schreckt es die Leute nicht ab."

Wer am Sonntag auf den 1141 hohen Berg stieg, musste sich aber warm anziehen. Der Wind blies mit bis zu 120 Stundenkilometern, zudem wehte den Touristen aufgewirbelter Schnee ins Gesicht. Die Temperatur lag am Sonntagmittag bei einem Grad minus - was relativ warm ist für den höchsten Berg Norddeutschlands zu dieser Jahreszeit. "Winterlich ist anders", meinte Kinkeldey. Allerdings würden die meisten Schneemassen im Harz oftmals erst im März fallen.