Gera - Die DDR-Forschung hat sich nach Expertenmeinung zu sehr auf die Akten von Staatssicherheit und SED konzentriert. "Um die DDR und das Klima der Angst, das da geherrscht hat, begreifen zu können, brauchen wir auch die Schilderungen der Menschen", sagte der Chef des Vereins Gedenkstätte Amthordurchgang, Frank Karbstein, der Nachrichtenagentur dpa. Öffentliche Foren könnten ein Baustein dazu sein. Karbstein bedauerte, dass sich die meisten Ex-Stasi-Offiziere noch immer in Schweigen hüllten und nicht zu einem wahrhaftigen Dialog bereit seien. Dabei könnten sie helfen, Licht ins Dunkel einiger ungeklärter Fragen zu bringen. Der Verein betreibt eine Gedenk- und Begegnungstätte im ehemaligen Geraer Stasi-Gefängnis.