Magdeburg - An Sachsen-Anhalts 851 öffentlichen Schulen sind laut einem Bericht der "Magdeburger Volksstimme" derzeit 55 Chefstellen (knapp 6,5 Prozent) unbesetzt. Offene Leiterstellen gebe es derzeit vor allem in den Grundschulen (33), gefolgt von Gymnasien/Gesamtschulen (8), Förderschulen (7), Sekundarschulen (5) und berufsbildenden Schulen (2), berichtet das Blatt (Mittwoch) unter Berufung auf das Kultusministerium. Generell hätten vor allem Grundschulen, die auf der Kippe stehen, Probleme mit der Chefposten-Besetzung. Im Land sind momentan 96 der 491 Grundschulstandorte gefährdet.

Laut Kultusministerium verzögern auch Konkurrentenstreitigkeiten die Besetzung von Leiterstellen. Die Bildungsgewerkschaft GEW führt unbesetzte Chefposten vor allem auf ein Missverhältnis von Aufgaben und Bezahlung zurück.

Bundesweit sind mehr als 1000 Chefposten an Schulen unbesetzt. Eine jüngst veröffentlichte Studie kommt zum Ergebnis, dass auf Leitungsebene immer mehr neue Aufgaben lasteten, die den Schulleitern über den Kopf wüchsen.