Leipzig - Der HSV Hamburg hat seinen Finanzproblemen getrotzt und ist neuer Zweiter in der Handball-Bundesliga. Angeführt vom sechsfachen Torschützen Domagoj Duvnjak gewann der Champions-League-Sieger beim VfL Gummersbach mit 31:25 (16:12).

Mit drei Punkten Rückstand ist der HSV Hamburg erster Verfolger von Titelverteidiger THW Kiel, der zur gleichen Zeit sein letztes Gruppenspiel in der Champions League mit 30:25 (17:11) beim FC Porto gewann.

Am Vortag hatte HSV-Präsident Andreas Rudolph eine Finanzlücke von 1,7 Millionen bekanntgemacht. Geschäftsführer Christoph Wendt wurde entlassen, Mitarbeitern gekündigt und die auslaufenden Verträge von sechs Spielern werden nicht verlängert. Dennoch trat der HSV couragiert auf und hatte die Partie in Gummersbach jederzeit im Griff. Für den VfL warf Andreas Schröder elf Tore.

Wieder Tabellendritter ist die SG Flensburg-Handewitt. Drei Tage nach der unerwarteten 26:27-Niederlage beim TSV Hannover-Burgdorf deklassierte das Team von Trainer Ljubomir Vranjes den TuS N-Lübbecke mit 31:20 (15:9). Anders Eggert warf vor 5207 Zuschauern für die Flensburger ebenso sechs Tore wie Maximilian Schubert für die Gäste.

Dagegen patzten die Füchse Berlin einmal mehr bei einem Team aus dem unteren Tabellendrittel. Die Berliner verloren bei GWD Minden mit 28:30 (13:15) und rutschten auf den fünften Platz ab. Vor 2270 Zuschauern besiegelte Spielmacher Dalibor Doder mit seinem neunten Treffer sechs Sekunden vor Schluss die Berliner Niederlage. Für die Füchse traf Konstantin Igropulo zehnmal.