Weimar - Die ehemalige Spitzen-Leichtathletin Ines Geipel (53) hält ihre Flucht aus der DDR im Sommer 1989 für das Wichtigste, was sie je in ihrem Leben gemacht hat. "Man hat mir schon oft gesagt: Die paar Wochen hättest du schon noch warten können", sagte die gebürtige Dresdnerin in einem Interview der "Thüringischen Landeszeitung". Aber die Flucht wenige Wochen vor dem Mauerfall habe ihr gezeigt, dass sie Nein sagen könne. Gleichzeitig bedauerte Geipel im Interview, dass die Wiedervereinigung auch nach 25 Jahren noch nicht überall angekommen sei. "Wir sollten es schaffen, dass sich Ost und West nicht derart abschotten voneinander", sagte sie. Die 53-Jährige hat gerade ein Buch über die "Generation Mauer" veröffentlicht, in der sie auch ihre eigene Biografie verarbeitet.