Halle - Die Staatsanwaltschaft legt dem Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand (parteilos), schwere Untreue in drei Fällen zur Last. Der Stadt sei durch fehlerhafte Arbeitsverträge bislang ein Schaden von knapp 300 000 Euro entstanden, teilte das Landgericht in Halle am Freitag mit. Am Vortag hatte Wiegand bereits selbst von der Anklageerhebung berichtet, aber diese Einzelheiten nicht genannt. Wiegand soll nach seinem Amtsantritt 2012 Arbeitsverträge mit drei von ihm ausgesuchten Personen für seinen Mitarbeiterstab geschlossen haben. Dabei wich er laut Staatsanwaltschaft bewusst vom üblichen Eingruppierungsverfahren ab. Wiegand bestreitet die Vorwürfe.