Hannover/Bielefeld - Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen die starkbefahrene Ost-West-Autobahn A2 von Bielefeld bis zur Grenze nach Sachsen-Anhalt achtspurig ausbauen. Um dem erwarteten Verkehrszuwachs gerade auch von Lastwagen auf der wichtigen Ost-West-Achse zu begegnen, haben beide Länder den Ausbau für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Sachsen-Anhalt sieht keinen Bedarf für weitere Fahrspuren. In wenigen Wochen bereits starten die Arbeiten zur Mitbenutzung der Standstreifen zwischen Hannover und Lehrte, womit dort ab Herbst diesen Jahres bereits acht Spuren zur Verfügung stehen.

Während die Unfallzahlen in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt keinen besonderen Grund zur Sorge bieten, stagnieren sie in Niedersachsen trotz etlicher Gegenmaßnahmen auf hohem Niveau. Gut 3000 Unfälle wurden 2012 gezählt, bei 387 Karambolagen gab es Verletzte, zehn Menschen kamen ums Leben. Auch im vergangenen Jahr krachte es ähnlich oft, allerdings gab es weniger schwere Lastwagenunfälle und weniger Tote. Im Herbst sollen die wegen Baumängeln 2012 demontierten Schilderbrücken für variable Tempolimits zwischen Lehrte und Braunschweig wieder aufgebaut werden.