Freyburg - An Saale und Unstrut sollen die Weinreben künftig bewässert werden. Damit könne die zunehmende Trockenheit bekämpft werden, teilte am Samstag der Sprecher der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut, Theo Lies, mit. Seit 2008 konnte nur eine große Lese mit mehr als drei Millionen Litern eingefahren werden. Dreimal wurde noch nicht einmal die Zwei-Millionen-Liter-Grenze erreicht. Solche Ergebnisse schmerzten, da die Weinnachfrage stark angezogen habe", erklärte Vorstandschef Siegfried Boy. In der Saison 2012/13 wurde ein Umsatz von 7,3 Millionen Euro erzielt, acht Prozent weniger als im Vorjahr.

"Einige unserer Winzer haben mit Beregnungsanlagen schon gute Erfahrungen gesammelt. Die wollen wir jetzt verstärkt nutzen", erklärte Lies. Allerdings seien die Investitionskosten für die Weinbauern sehr hoch. Mit mehreren tausend Euro pro Hektar könne man schon rechnen, sagte Lies. Dieser Schritt sei allerdings alternativlos, da die Vereinigung Lieferverträge mit Supermarktketten habe und die eine verlässliche Lieferung erwarten.

Der Winzervereinigung gehören rund 430 Weinbauern an, die 350 Hektar bewirtschaften. Zwischen Saale und Unstrut wachsen auf 756 Hektar Reben. Damit gehört das Weinanbaugebiet rund um Freyburg (Burgenlandkreis) zu den kleineren Anbaugebieten in Deutschland.