Magdeburg - Falschgeld hat im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt einen größeren wirtschaftlichen Schaden verursacht als noch 2012. Die Schadenssumme sei leicht gestiegen auf 28 500 Euro, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. 2012 lag der Verlust 3000 Euro und damit etwa 12 Prozent niedriger. Die Menge von etwa 500 registrierten Blüten sei nicht beunruhigend hoch, sagte ein LKA-Sprecher. Die Angaben beruhen auf vorläufigen Zahlen, die sich nach Einschätzung der Behörde aber nicht mehr wesentlich verändern werden.

Im vergangenen Jahr registrierten die Fahnder vor allem 50-Euro-Banknoten, während 2012 noch 20-Euro-Scheine am häufigsten sichergestellt wurden. 2013 tauchten außerdem noch einige 20- und 100-Euro-Blüten auf. "Die Fälscher gehen inzwischen nach dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist" vor und halten sich eher an niedrigere Werte", sagte ein LKA-Sprecher. Früher seien viele unechte 200- und 500-Euro-Banknoten aufgefallen.

Für 2014 mahnt das LKA zur Vorsicht vor falschen 20-Euro-Scheinen. Sie tauchten Mitte des Monats in Magdeburg und im Salzlandkreis auf. In diesen Regionen sei üblicherweise ohnehin mehr Falschgeld im Umlauf, sagte der LKA-Sprecher.

Die unechten Scheine sind nach Analysen des LKA überwiegend professionell nachgemacht und im Ausland hergestellt. Einfache Kopierfälschungen seien selten. Die Blüten erkannten im vergangenen Jahr vor allem die Profis. 86 Prozent der Falschgeldnoten fielen durch die maschinelle Prüfung bei Banken und Geldtransportunternehmen auf. Unechte Euro-Münzen sind laut LKA fast immer erst bei der maschinellen Prüfung aufgefallen.

Den Schaden trägt derjenige, der das Falschgeld angenommen hat: Es wird in Deutschland ersatzlos eingezogen. Das LKA weist darauf hin, dass es strafbar ist, gefälschtes Geld wissentlich weiterzugeben.