Halle/Erfurt - Gegen den Ex-Bestatter, der in einem unbewohnten Haus Dutzende Urnen versteckt hat, hat die Staatsanwaltschaft Halle Anklage wegen Betruges erhoben. Ein Sprecher der Behörde bestätigte am Dienstag Medienberichte. Der 56-Jährige habe einen Schaden von rund 20 000 Euro verursacht. Die Urnen waren im Dezember 2013 in Stolberg im Südharz entdeckt worden. Der Bestatter aus Erfurt hatte gestanden, Geld von Angehörigen genommen, die Urnen aber nicht wie vorgesehen auf See bestattet zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass er die Hinterbliebenen bereits beim Abschluss der Verträge in der Zeit von Dezember 2010 bis März 2012 getäuscht hat. Dem Mann drohen bis zu fünf Jahre Haft.