Magdeburg/Wiesbaden - Auf Sachsen-Anhalts Straßen sind im vergangenen Jahr 138 Menschen ums Leben gekommen. Gemessen an der Einwohnerzahl gab es damit im bundesweiten Vergleich nur in Brandenburg mehr Tote, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Verkehrstoten um 1,4 Prozent zurück. Damit ist der Rückgang aber weit geringer als im gesamten Bundesgebiet, wo die Zahl der Verkehrstoten um 7,2 Prozent auf 3340 sank.

Insgesamt verunglückten 2013 in Sachsen-Anhalt 10 259 Menschen und damit 2,0 Prozent weniger als 2012. Bundesweit lag der Rückgang bei 2,7 Prozent auf mehr als 377 000 Menschen. Detaillierte Zahlen zu Sachsen-Anhalt will Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) an diesem Mittwoch vorstellen.

Als häufige Unfallursachen gelten zu hohes Tempo, zu geringer Abstand und Alkohol am Steuer. Unfallschwerpunkte sind häufig Landstraßen und Alleen. In Sachsen-Anhalt ist ein Teil der hohen Todeszahlen auf die Autobahn 2 zurückzuführen, auf der viele Fahrzeuge das Land nur durchqueren. Bundesweit war die Zahl der Todesopfer auf Autobahnen im vergangenen Jahr gestiegen.

In ganz Deutschland sank die Zahl der Verkehrstoten 2013 nach der amtlichen Statistik auf den tiefsten Stand seit den 50er Jahren. "Dieses positive Signal ist ein Ansporn, unseren Weg für mehr Verkehrssicherheit konsequent weiter zu verfolgen", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Fahrzeuge und Straßen würden sicherer.