Berlin - Die Kunden der ostdeutschen Sparkassen haben 2013 mehr beiseite gelegt als im Jahr zuvor. Ihre Einlagen bei den 45 Kreditinstituten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt stiegen um 2,4 Milliarden auf 87,1 Milliarden Euro, wie der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Michael Ermrich, am Donnerstag in Berlin sagte. Das entsprach einem Plus von 2,8 Prozent. 2012 war die Summe der Einlagen lediglich um 2,0 Milliarden Euro oder 2,4 Prozent gewachsen.

Auch das Kreditgeschäft sei gut gelaufen, sagte Ermrich. Das Kreditvolumen stieg im vorigen Jahr um 3,6 Prozent auf 41,5 Milliarden Euro. Die Verbundenheit mit dem kleinteiligen Mittelstand trage wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität der OSV-Sparkassen bei. "Die Niedrigzinsphase kann ihnen nichts anhaben", meinte der Verbandspräsident.

Gefährlich seien hingegen "unsinnige Vorschriften aus Brüssel, die das Wesen der Sparkassen verkennen". Als Beispiel nannte Ermrich den Vorstoß von EU-Kommissar Michel Banier, ein europäisches Sparbuch einzuführen.