Magdeburg - Die "Finkenliebhaberei im Harz" und die "Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle" haben weiterhin Chancen, auf die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes zu kommen. Eine Jury wählte die beiden Vorschläge aus einer Landesliste von acht Anträgen aus, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte.

Im Herbst sollen die ersten Einträge in eine nationale Liste des Immateriellen Kulturerbes präsentiert werden. Danach wählt ein Komitee die Kulturgüter aus, mit denen sich Deutschland bei der Unesco bewirbt. Eine Entscheidung fällt dort 2016.

Bei der jahrhundertealten Tradition der "Finkenliebhaberei" treten Finkenhalter mit ihren Tieren noch heute in Singwettbewerben an. Die Mitglieder der Salzwirker-Brüderschaft - die sogenannten Halloren - erinnern an die Tradition des Salzwerkes in Halle.