Merseburg - Nach mehreren Übergriffen auf Ausländer in der vergangenen Woche in Merseburg im Saalekreis haben sich am Samstag etwa 200 Menschen in der Stadt zum Protest gegen Rechtsextremismus versammelt. Auf dem Platz am Bahnhof waren sie dem Aufruf eines Bündnisses unter dem Motto "Flüchtlinge bleiben! Rassismus aus den Köpfen treiben" gefolgt. Rund 30 Rechtsextreme wollten laut Polizei etwa zeitgleich in der Kreisstadt aufmarschieren. Zum Schutz der Stadt ist die Polizei mit mehreren Hundertschaften im Einsatz. Merseburg hat rund 36 000 Einwohner, etwa vier Prozent kommen nach Angaben der Kommune aus dem Ausland.