Halle - Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt haben vor heimischer Kulisse erneut einer Spitzenmannschaft ein Bein gestellt. Das Team aus Sachsen-Anhalt führte am Samstag im mitteldeutschen Duell den Dritten BSV Sachsen Zwickau beim 34:22 (19:11)-Triumph vor. Mit diesem Erfolg machte der bisherige Tabellenzehnte SV Union wertvollen Boden im Kampf um den Klassenerhalt gut und stoppte die Siegesserie der Sächsinnen, die zuletzt vier Erfolge hintereinander feierten.

"Ich hätte nie gedacht, dass wir Zwickau so deutlich schlagen. Der Schlüssel zum Erfolg war die Abwehr. Dort haben wir sehr viele Bälle erkämpft und sind dann in den Tempogegenstoß gekommen", meinte Halles Trainerin Bianka Eckardt. "Bei uns gab es keinen Spielfluss. Wir haben uns in Einzelaktionen verzettelt und sehr kopflos agiert", erklärte BSV-Trainer Norman Rentsch, der in der kommenden Saison den Bundesligisten HC Leipzig betreut.

Die Gastgeberinnen hatten früh für klare Verhältnisse gesorgt. Die Hallenserinnen zogen von 12:8 (20.) über 18:11 (26.) auf 24:12 (40.) davon. Näher als auf sieben Tore (24:17, 47.) kam Zwickau nicht heran. Den größten Anteil am halleschen Erfolg hatten die überragende Torfrau Patrycja Mikszto sowie Stefanie (10) und Jacqueline Hummel (7). Für Zwickau erzielte Claudia Stein (10/2) die meisten Tore.