Halle - Frauen in Sachsen-Anhalt werden weiterhin schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen und arbeiten oft unfreiwillig in Teilzeit. Das geht aus einer Studie hervor, die am Freitag in Halle von der Arbeitsagentur und dem Gleichstellungsministerium zum Internationalen Frauentag am 8. März vorgestellt wurde. "Bezogen auf alle weiblichen Arbeitskräfte, also Vollbeschäftigte, Teilzeitkräfte und Mini-Jobberinnen, bekommen Frauen etwa ein Fünftel weniger als Männer", sagte Gleichstellungsministerin Angela Kolb (SPD).

Zwar liegen den Angaben zufolge Frauen bei der Vollbeschäftigung vorn: Sie erhalten durchschnittlich 2202 Euro brutto im Monat, während die Männer bei monatlich 2153 Euro liegen. "Doch Frauen sind überdurchschnittlich in den Niedriglohngruppen vertreten", sagte Kolb. Das Thema Entgeltgleichheit stehe weiter auf der Agenda.

"Fast die Hälfte der beschäftigten Frauen arbeitet in Teilzeit, bei Männern sind es etwa zehn Prozent", sagte der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, Kay Senius. Die Frauen seien aber oft unfreiwillig in Teilzeit. Jede dritte Teilzeitbeschäftigte wolle länger arbeiten.