Magdeburg - Die Koalition aus CDU und SPD will am Dienstag über ihren Umgang mit den drohenden Schulschließungen beraten. Dazu sei eine Sitzung des Koalitionsausschusses anberaumt, teilten CDU und SPD am Freitag mit. Es handele sich aber nicht um eine Krisensitzung. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Nach Plänen der Landesregierung soll es künftig keine Grundschulen mehr mit weniger als 60 Schülern geben. In einem ersten Schritt sollen daher voraussichtlich etwa 20 Schulen schließen. Vergangene Woche war allerdings aus der CDU ein Papier bekanntgeworden, wonach Schulschließungen vermieden werden sollen, indem Lehrer stärker pendeln. Eine von CDU-Politikern dazu geplante Pressekonferenz war kurzfristig abgesagt worden. Stattdessen will nun CDU-Landeschef Thomas Webel am kommenden Montag nach einer Vorstandsklausur auch über das Thema "Zukunftsperspektiven für Grundschulen im ländlichen Raum" informieren.

Die drohende Schließung von Grundschulen in kleineren Dörfern ist in den betroffenen Regionen ein wichtiges Thema im Wahlkampf für die Kommunalwahl am 25. Mai. Für die Regierung hatte SPD-Kultusminister Stephan Dorgerloh die Pläne verteidigt. Er betonte, dass in den bislang als Ausnahme geduldeten Mini-Schulen die Schüler nicht so gut gefördert werden könnten wie in größeren Schulen.