Potsdam - Die Länder Brandenburg, Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt wollen eine Gleichstellung der Mütter in Ost und West erreichen. Dafür werde am Freitag im Bundesrat ein gemeinsamer Antrag zur gleichen Bewertung der Erziehungszeiten in Ost und West eingebracht, schreibt die "Märkische Allgemeine Zeitung" (Dienstag) in einem vorab veröffentlichten Bericht. "Dies ist auch ein erster Schritt hin zur notwendigen Rentenangleichung in Ost und West", sagte Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) der Zeitung.

Zugleich forderte Woidke eine Finanzierung der Mütterrente aus Steuermitteln. Kindererziehung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sagte er zur Begründung. Die Große Koalition plant bislang eine Finanzierung aus Rentenbeiträgen. Danach sollen Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, in den neuen Ländern 25,74 Euro mehr Rente pro Monat erhalten und in den alten Ländern 28,14 Euro.