Halle - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich für eine Gleichstellung der Ost-Frauen bei der Mütterrente ausgesprochen. Er unterstützt damit eine entsprechende Initiative Thüringens im Bundesrat. Der Vorschlag sei finanzierbar, sagte Haseloff der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Montag).

"Wir haben bereits während der Koalitionsverhandlungen darauf gedrängt, dass es bei der Mütterrente keine geografischen Unterschiede gibt, weil das 25 Jahre nach der Wende nicht mehr zu vermitteln und sachlich nicht zu rechtfertigen ist", so der CDU-Politiker.

Nach Schätzungen des Bundesarbeitsministeriums würde die geforderte Ost-West-Angleichung rund 400 Millionen Euro zusätzlich kosten. Die Initiative, hinter der auch Berlin und Brandenburg stehen, wird am Freitag in den Bundesrat eingebracht.