Wörlitz - Von der Granatapfel-Hecke bis zum Kräuterblatt: Im Dessau-Wörlitzer Gartenreich sind Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen in diesem Jahr dem Thema Gartenkunst gewidmet. Dabei soll der Besucher erleben, welchen Einfluss die Natur einst auf die Architektur und Kunstwerke dieser Landschaft genommen hat, wie die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz am Mittwoch mitteilte.

Das Gartenreich gehört seit 2000 zum Unesco-Welterbe. Auch in diesem Jahr werden Zehntausende Besucher erwartet. Mit dem zweitägigen Fest zum "Frühlingserwachen" (22./23. März) in Wörlitz (Landkreis Wittenberg) beginnt die Saison 2014.

Das 142 Quadratkilometer große Dessau-Wörlitzer Gartenreich entstand im 18. Jahrhundert nach einer Idee von Leopold III. Friedrich Franz Fürst von Anhalt-Dessau (1740-1817). Inspiriert wurde er dazu nach Angaben der Stiftung von Reisen wie etwa nach Italien. Die Idee war, eine Landschaft schaffen, die auch der Bildung und Kultur dienen soll.

Gemeinsam mit berühmten Architekten und Gartenbaumeistern entstand in Wörlitz der erster Landschaftsgarten nach englischem Vorbild auf dem europäischen Festland. Das mit kleinen Schlössern, Kanälen und Tempeln gestaltete Gartenreich sollte allen Menschen zugänglich sein - auch das war den Angaben zufolge im 18. Jahrhundert eine Neuerung.