Dessau-Roßlau - Die Entscheidung für Claudia Perren als neue Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau hat die Mitarbeiter des Hauses überrascht - und zugleich erfreut. "Wir hatten sie einfach nicht auf dem Zettel", sagte Sprecher Ingolf Kern am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Perren gehe ein guter Ruf voraus. Die Mitarbeiter hofften nun, dass die Arbeit der Stiftung wieder in ruhigeres Fahrwasser gerät. Der Stiftungsrat hatte am Mittwoch einstimmig entschieden, dass die promovierte Architektin und Kuratorin von der Universität Sydney Direktorin werden soll.

Die 41-Jährige wird voraussichtlich am 1. August die Nachfolge von Philipp Oswalt antreten, dessen Vertrag nicht verlängert worden war. Perren ist nach Angaben des Stiftungsrates die erste Frau an der Spitze des Bauhauses. "Dass wir eine Frau als Chef haben, ist für uns weniger relevant", sagte Kern. Viele der etwa 60 Mitarbeiter der Stiftung seien weiblich.