Magdeburg - Am Freitag wird an die weiterhin ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen erinnert: Vorab haben der Landesfrauenrat und Gleichstellungsministerin Angela Kolb (SPD) vor der Minijobfalle gewarnt. Diese prekären Beschäftigungsverhältnisse führten direkt in die Altersarmut, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Mehr als drei Viertel der Minijobberinnen arbeiteten für weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Bei einem Monatsverdienst von 450 Euro steige die monatliche Rente mit jedem Jahr in einem Minijob um 4,45 Euro. Die Frauen würden oft als Aushilfskräfte eingestuft, obwohl sie qualifizierte, tariflich zu bezahlende Arbeit machten.

Der Equal Pay Day an diesem Freitag markiert den Zeitraum, den Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Seit Jahren erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer.