Magdeburg - Integrationskurse in Deutschland sollten aus Sicht der Länder künftig auch für Zugewanderte aus EU-Mitgliedsstaaten und für Flüchtlinge geöffnet werden. Gerade Neuzuwanderer aus Rumänien und Bulgarien habe die Integrationsministerkonferenz dabei im Blick, sagte Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) am Donnerstag in Magdeburg. Sie sollten schneller Deutsch lernen, sich einbringen und Arbeit finden können. Auch Flüchtlinge etwa aus Syrien sollten an den Integrationskursen teilnehmen können. Die Menschen sollten für die Zeit in Deutschland, unabhängig davon, ob sie dauerhaft bleiben, eine Perspektive entwickeln können.

Die Integrationsministerkonferenz sprach sich nach Angaben ihres Vorsitzenden, Sachsen-Anhalts Sozialminister Norbert Bischoff, einstimmig dafür aus, Deutschland zu einer Willkommensgesellschaft weiterzuentwickeln. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), sagte, es müssten auch Ausgrenzungsstrukturen aufgedeckt werden. Kolat ergänzte, Zuwanderung dürfe nicht nur unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet werden, es gebe auch eine humanitäre Verpflichtung. Die Integrationsminister appellierten an den Bund, mehr als die bislang zugesagten 10 000 Syrer aufzunehmen.