Magdeburg - Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Detlef Gürth hat angemahnt, dass auch 25 Jahre nach der friedlichen Revolution der Blick auf die Opfer der SED-Diktatur nicht verloren gehen dürfe. Wer ausschließlich den Blick nach vorn richten wolle, blende Tausende Familien aus, die mit den Folgen des Unrechts leben müssten, sagte Gürth am Mittwoch in Magdeburg. Dort erhielt er von der Landesbeauftragten Birgit Neumann-Becker den Tätigkeitsbericht für die zurückliegenden zwölf Monate. Ihre Behörde gibt es seit 20 Jahren. Gürth forderte zudem, jungen Menschen müsse stärker klargemacht werden, was ein Leben in einer Diktatur ausmache.