Magdeburg - Die Natur- und Umweltschutzverbände BUND und Nabu haben Sachsen-Anhalt - wie auch fast allen anderen Ländern - ein schlechtes Zeugnis für den Schutz der biologischen Vielfalt ausgestellt. Eine vergleichende Länderanalyse zeige, dass in keinem Bundesland der Verlust der Artenvielfalt bis 2020 gestoppt werden könne, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Hierzulande werde nicht einmal ein Drittel der Naturschutzziele erreicht. Fortschritte gebe es im Vergleich zu 2012 aber bei den Vogelschutzgebieten und beim Anteil naturbelassener Wälder.

Kritisch sehen die Naturschützer den aus ihrer Sicht mit drei Prozent vergleichsweise geringen Anteil von Naturschutzgebieten an der Landesfläche. Auch der Ökolandbau sei mit knapp fünf Prozent der Anbaufläche im Vergleich zum gesteckten Ziel von 20 Prozent noch zu wenig vertreten.