Halle/Goslar - Das zu warme Wetter hat den Wintersportorten im Harz die Saison weitgehend verdorben. "Zum Glück waren genau zu dem Zeitpunkt, als genug Schnee lag, in Sachsen-Anhalt Winterferien", sagte Eva-Christin Ronkainen, Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes, der Nachrichtenagentur dpa. Die Betreiber von Sport- und Liftanlagen, aber auch die gastronomischen Betriebe hätten "schon deutlich bessere Jahre erlebt". Lediglich bei den Städtereisen sei die Nachfrage höher als sonst zu dieser Jahreszeit gewesen.

Manche Gäste, die eigentlich Wintersport machen wollten, seien stattdessen zu Wanderungen aufgebrochen. Das warme Wetter habe außerdem dafür gesorgt, dass sich Mountainbiker sowie Rennrad- und Motorradfahrer früher als in schneereicheren Jahren wieder zu Touren im Harz aufgemacht hätten. Laut Ronkainen war die Saison 2006/2007 ähnlich schlecht wie die in diesem Jahr. Genaue Zahlen zu Gästen oder dem Umsatz für die vergangenen Monate liegen ihren Angaben zufolge noch nicht vor.

Laut Christian Klamt, Geschäftsführer der Tourist-Information in Braunlage, war dieser Winter der "schlechteste der letzten 15 Jahre". Dennoch habe man am Wurmberg mit der neuen Beschneiungsanlage rund 40 Tage lang alpines Skivergnügen bieten können. So sei die Saison zumindest "kein Totalausfall" gewesen. Laut Klamt war auch die Eissporthalle der Stadt stark frequentiert, so dass der Wintersport trotz Schneemangels nicht komplett zu kurz gekommen sei.