Haifa - Der israelische Kunststoffspezialist Palram will seinen Standort in Schönebeck bei Magdeburg zum Europa-Drehkreuz ausbauen. Vor allem die dortige Vertriebszentrale für ganz Europa solle gestärkt werden, sagte Palram-Chef Ido Rodoy am Montag bei einem Besuch von Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) in der Unternehmenszentrale unweit von Haifa in Israel. In Schönebeck stellen rund 40 Mitarbeiter Kunststoffplatten her, die unter anderem am Bau oder auch für Gewächshäuser genutzt werden.

"Wir wollen unsere Aktivitäten erhöhen", sagte Rodoy zum Standort Schönebeck. Konkrete Planungen nannte er nicht, auf jeden Fall werde aber die Logistik in Schönebeck ausgebaut. Europa sei der wichtigste Markt des Konzerns. Haseloff sagte dem Unternehmen zu, er wolle prüfen, wie die Landesregierung bei dem Ausbau helfen könne. In den kommenden Wochen werde er den Standort Schönebeck besuchen. Weltweit zählt Palram rund 1100 Mitarbeiter. Das Unternehmen war 1963 von einem Kibbuz gegründet worden, heute ist der Konzern an der Börse notiert. Mehrheitseigentümer ist weiterhin der Kibbuz, der auch Landwirtschaft betreibt.