Magdeburg - Der Zoll in Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr Schäden durch Schwarzarbeit in Höhe von 10,4 Millionen Euro festgestellt. Vor allem auf Baustellen, im Einzelhandel und bei Gebäudereinigern wurden mehr als 13 600 Beschäftigte und gut 1100 Arbeitgeber überprüft, wie das Hauptzollamt Magdeburg am Montag mitteilte. Mehr als 3300 Ermittlungsverfahren wegen Schwarzarbeit seien abgeschlossen und gut 2800 neu eingeleitet worden, hieß es.

Beamte des Zolls kontrollierten den Angaben zufolge auch mehr als 2000 Lastwagen und Kleintransporter, 1220 Pkw und 118 Busse auf den Straßen Sachsen-Anhalts. Dabei wurden fast 5140 Personen überprüft. Unter anderem entdeckten die Zollfahnder im Mai auf der Autobahn 2 in einem Kombi 172 000 unverzollte Zigaretten. Die Beamten stoppten den 30 Jahre alten Fahrer nahe Magdeburg und fanden das Schmuggelgut russischer Herkunft im Fond und im Kofferraum.

Die Zigaretten füllten den Platz zwischen den Vordersitzen und der Rückbank sowie den Kofferraum des Kombis bis zur Fensterhöhe. Darüber lag lediglich eine Plane. Alles in allem wurden im vergangenen Jahr dem Hauptzollamt zufolge mehr als 383 000 Schmuggelzigaretten sichergestellt. Auch 16,5 Kilogramm loser Tabak fielen den Fahndern in die Hände.

Zum Bereich des Hauptzollamtes Magdeburg gehören die Zollämter Aschersleben, Dessau-Ost, Halle-Schkopau, Magdeburg-Rothensee und Stendal. Zum Ende vergangenen Jahres waren in dort insgesamt rund 420 Mitarbeiter beschäftigt.