Leipzig - Rund 1200 Telekom-Beschäftigte haben sich am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben an Warnstreiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligt. "Wir hatten 1100 Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen. Die Beteiligung war deutlich besser als erwartet. Der Unmut der Beschäftigten über das magerere Angebot der Arbeitgeber ist groß", sagte Verdi-Fachbereichsleiter Achim Fischer.

An den Standorten Dresden, Radebeul, Leipzig, Bautzen, Chemnitz, Erfurt, Gera und Magdeburg hätten Telekom-Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. "Ich gehe davon aus, dass die Auswirkungen im Kundenservice zu spüren waren", sagte Fischer. "Unsere Zielsetzung ist es natürlich nicht, die Kunden zu treffen. Wir sind da, um ein Signal an den Arbeitgeber zu senden."

Die Tarifgespräche bei der Telekom werden am Donnerstag in Hannover fortgesetzt. Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Einkommen für dieses Jahr, eine Anhebung des Azubi-Lohns um 65 Euro und einen Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen. Die Arbeitgeber hatten 1,6 Prozent mehr Lohn für 2014 und 1,4 Prozent für 2015 geboten.

Auch im öffentlichen Dienst soll es im Südosten in dieser Woche wieder Arbeitsniederlegungen geben. Verdi plant nach eigenen Angaben Warnstreiks in Stadtverwaltungen und Kindergärten. In Leipzig zum Beispiel sollen am Donnerstag Schulhorte geschlossen bleiben.