Brandenburg/Havel/Havelberg - Knapp ein Jahr vor der offiziellen Eröffnung der Bundesgartenschau (Buga) 2015 in Brandenburg und Sachsen-Anhalt wird es ernst. Die ersten von insgesamt rund 56 000 Stauden und Rosen in mehr als 400 Sorten kommen ab Ende April in den Boden. "Damit sorgen wir für blühende Flächen während der 177 Buga-Tage", sagte am Donnerstag Rainer Berger, zuständig für die gärtnerische Gestaltung. Rosen werden beispielsweise in rund 150 Arten gepflanzt, viele davon Neuheiten.

Der Fluss Havel verbindet die etwa 80 Kilometer voneinander entfernten Domstädte Brandenburg/Havel und Havelberg (Sachsen-Anhalt); dazwischen liegen Premnitz, Rathenow und das Amt Rhinow. Die Buga dauert von April bis Oktober 2015.

"Alle großen Maßnahmen liegen im Plan", sagte der Geschäftsführer des Zweckverbandes Buga, Erhard Skupch. Die Veranstalter rechnen mit etwa 1,5 Millionen Besuchern. Rund 28,5 Millionen Euro werden für die Schauen und Projekte veranschlagt. Etwa 18 Millionen Euro sollen durch Eintrittskarten und etwa 1 bis 2 Millionen Euro durch Sponsoren aufgebracht werden. Den Rest tragen die beteiligten Städte.

Die Bürgermeisterin von Brandenburg/Havel, Dietlind Tiemann (CDU), Vorsitzende des Zweckverbandes, sagte, es werde nur in Projekte investiert, die auch wirklich nach der Buga benötigt würden. Im Zuge der Leistungsschau des Gartenbau-Gewerbes fließen rund 40 Millionen Euro in die fünf Standorte.

Die Vorbereitungen für das geplante Blumenband entlang der Havel, das die Orte nahezu lückenlos verbindet, wurden schon fast abgeschlossen. "Mit zig Anwohnern und Agrarbetrieben musste gesprochen werden", sagte der Technische Leiter Frank Schröder. So werden entlang von Feldern spezielle Blumensamen ausgesät. Auf einem 900 Meter langen Abschnitt in Premnitz setzen Maschinen Blumenzwiebeln in vielen Sorten und Farben. Am 30. April beginnt der Vorverkauf für Eintritts- und Dauerkarten.