Charleston - Zwei Wochen vor dem Fed-Cup-Halbfinale in Australien hat Andrea Petkovic den deutschen Tennis-Vergleich mit Sabine Lisicki klar für sich entschieden.

"Ich habe ihr nicht viele Möglichkeiten gelassen", sagte die 26 Jahre alte Darmstädterin nach ihrem überraschend klaren 6:1, 6:0-Sieg beim WTA-Turnier in Charleston. "Es ist immer schwierig, gegen jemanden zu spielen, den du so lange kennst. Nach ein paar Punkten vergisst du das, ich bin gut in Schwung gekommen. Es war schwierig für sie, zurückzukommen."

Mit dem Ergebnis bestätigte die Weltranglisten-40. auch die Fed-Cup-Nominierung von Bundestrainerin Barbara Rittner. Die Teamchefin hatte Petkovic in das Aufgebot für die Partie am 19. und 20. April in Brisbane berufen. Auf die zuletzt formschwache Wimbledon-Finalistin Lisicki dagegen verzichtet Rittner.

"Ich habe nicht gut gespielt. Ich habe nicht viel getroffen. Das hat keinen Spaß gemacht", räumte die 24 Jahre alte Berlinerin nach der Pleite auf dem grünen Sand ein. Rittner hatte Lisicki zuletzt sogar zu einer Auszeit geraten, um wieder richtig fit zu werden.

Petkovic trifft im Viertelfinale am heutigen Freitagabend auf die Tschechin Lucie Safarova. Die Nummer neun der Setzliste gewann gegen Samantha Stosur aus Australien 3:6, 6:4, 6:4. Von fünf Vergleichen mit Safarova hat Petkovic bislang drei gewonnen, zuletzt allerdings am Saisonende 2013 in Peking knapp verloren.

Bei der mit 710 000 Dollar dotierten Sandplatz-Veranstaltung im US-Bundesstaat South Carolina ist Petkovic an Position 14 gesetzt. "Natürlich hat Sabine heute nicht ihr bestes Tennis gespielt. Ich habe solide gespielt", sagte Petkovic mit leichter Untertreibung nach einer weiteren Demonstration der Stärke. In der Runde zuvor hatte sie die Spanierin Lourdes Dominguez Lino sogar mit 6:0, 6:0 deklassiert.